Matcha Tee – Zubereitung

Zubereitung von Matcha Tee

Grundsätzliche Zubereitung

Bei der Zubereitung solltest du zuerst ca. 60-100 ml Wasser auf 80 Grad erhitzen. Anschließend rührst du 1-2g des Matcha Tees mit rund 10 ml des heißen Wassers in einer Teeschale (der sog. Chawan“) glatt, bis eine Art Teepaste entstanden ist. Diese wird anschließend mit dem Rest Wasser aufgebrüht. Den Tee schlägst du nun mit einem sehr feinen Bambusbesen (dem sog. Chasen) in M-förmigen Bewegungen schaumig. Durch diese traditionelle Art der Zubereitung kann sich das charakteristische Aroma des Matcha Tees am besten entfalten. Ein Merkmal für die Qualität des zubereiteten Matcha Tees ist der Schaum auf der Oberfläche. Je höher und fester er ist, umso besser ist der Tee gelungen. Je nach persönlichem Geschmack kannst du durch Zugabe von mehr Wasser einen milderen Tee bzw. durch Zugabe von mehr Teepulver einen kräftigeren Tee zubereiten.

Das richtige Handwerkszeug für die Zubereitung

Wenn du Matcha Tee so genießen willst, wie er auf traditionelle Weise zubereitet wird, benötigst du dafür folgendes Zubehör:

Die Matcha Schale („Chawan“)

Die Matcha Schale hat einen flachen Boden und eine große Öffnung. Diese Form ist nicht zufällig gewählt. Durch die große Öffnung kannst du den Tee nämlich leicht mit dem Matcha Besen aufschlagen und das Pulver setzt sich nicht in einer Mulde im Boden ab. Die (durchschnittlichen) Maße einer Matcha Schale sind ca. 11-12 cm im Durchmesser und 7-8 cm in der Höhe. Somit lassen sich in einer Schale bequem 250-450 ml Tee zubereiten. Außerdem sind Matcha Schalen (zum Beispiel im Vergleich zu englischen Teetassen) etwas dickwandiger. Dadurch bleibt der Inhalt der Schale länger warm und der Matcha Tee kühlt nicht so schnell ab. Wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, haben Matcha Schalen keinen Henkel. Das liegt daran, dass die Form der Matcha Schale eher schlicht gehalten werden soll und das Hauptaugenmerk beispielsweise auf den Farbverlauf oder die besondere Form der Schale gelenkt werden soll. Und durch die dickere Wand ist ein Henkel auch nicht nötig, um die Schale bequem in den Händen halten zu können, ohne sich zu verbrennen.

Das Brennen der Matcha Schale aus Keramit in einem Holzbrandofen hat in Japan eine lange Tradition. Der traditionelle Herstellungsprozess ist sehr aufwändig und jede Matcha Schale ist ein echtes Unikat. Heute hast du als Matcha Trinker die Qual der Wahl – zwischen Handarbeit und industriell gefertigten Matcha Schalen. Welche „besser“ oder „schlechter“ ist, kann man dabei nicht sagen. Es kommt darauf an, welche Vorlieben du hast und wie viel Geld du bereit bist, für eine Matcha Schale auszugeben.

Viel wichtiger ist, dass du die Matcha Schale immer sorgfältig reinigst. Am besten machst du das zügig, nachdem du den Matcha Tee ausgetrunken hast. So können keine Teereste in der Matcha Schale antrocknen, die du erst aufwändig wegschrubben musst. Zur Reinigung sind warmes Wasser und ein weicher Lappen oder Schwamm völlig ausreichend, da sich Teereste bereits unter dem Wasser lösen. Viele Hersteller geben an, dass die Matcha Schalen spülmaschinenfest sind – und das ist ja auch bequem. Bedenke aber, dass durch die aggressiven Reinigungsmittel das Material angegriffen werden kann und sich der Teegeschmack mit der Zeit verändern kann.

Der Matcha Besen („Chasen“)

Wie du dir sicher vorstellen kannst, hatten die japanischen Mönche im 6. Jahrhundert noch keinen elektrischen Milchaufschäumer, um ihren Matcha Tee aufzuschäumen. Sie benutzten stattdessen einen Besen, den sogenannten „Chasen“. Der Chasen ist unverzichtbar für die traditionelle Matcha Zubereitung. Er ist wie der Chashaku ebenfalls aus Bambus gefertigt und hat 80, 100 oder 120 dünne geschwungene Bambus Borsten an seinem Ende. Die Herstellung des Chasen hat eine lange Tradition. Auch heute wird er noch von Hand gefertigt. Nach dem Aufschlagen des Matcha solltest du den Chasen gut unter klarem Wasser abspülen und an der Luft trocknen lassen. So wirst du lange Freude bei der Zubereitung des Matcha Tees haben. Verfärben sich die Borsten mit der Zeit unappetitlich oder verlieren ihre typische Form, solltest du den Chasen auswechseln.

Am besten gelingt dir der Tee, wenn du beim Aufschäumen M-förmige Bewegungen (leicht zu merken: M wie Matcha) machst. So kann sich das typische Aroma des Tees am besten entfalten. Ein Merkmal für die Qualität des zubereiteten Matcha Tees ist übrigens der Schaum auf der Oberfläche: je höher und fester er ist, umso besser ist der Tee gelungen.

 

Der Matcha Löffel („Chashaku“)

Traditionell wird der Löffel aus Bambus gefertigt und über heißem Wasserdampf an einem seiner Enden in die typische Form gebogen. Er hat eine Länge von ca. 20 cm. Mit dem Matcha Löffel lässt sich die richtige Menge Pulver (ca. 1-2g, je nach Geschmack) zur Teezubereitung leicht abmessen.
Hinweis: den Löffel solltest du niemals nass werden lassen. Es reicht, wenn du ihn nach der Zubereitung des Matcha Tees mit einem sauberen, trockenen Tuch abwischst.